» Die Baufinanzierung und Hypothek
Zur Baufinanzierung muss der Bauherr vermutlich Fremdmittel, also
einen Immobilienkredit oder ein Darlehn für sein Bauvorhaben
aufnehmen. Hierbei wird vom Kreditgeber grundsätzlich die
betreffende Immobilie als Sicherheit verlangt. Der Darlehensgeber
kann somit das Grundstück und Wohneigentum verkaufen, wenn der
Kreditnehmer nicht mehr in der Lage ist, sein Darlehen
zurückzuzahlen. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Sicherheit rechtlich
zu fixieren:
Hypothek
Die Hypothek, das so genannte Grundpfandrecht ist eine Belastung
eines Grundstückes in der Weise , dass an den Hypothekengläubiger,
also an den Begünstigten der Hypothek eine bestimmte Geldsumme aus
dem Grundstück wegen einer Forderung zu zahlen ist. Die Hypothek ist
immer vom Bestand einer Forderung abhängig, sie ist somit gebunden (akzessorisch).
Der Kreditgeber kann eine Hypothek in Form einer Forderung in Höhe
des Darlehens im Grundbuch eintragen. Bei der Tilgung geht die
Hypothek im selben Maße zurück wie die Darlehensschuld. Ist das
Darlehn komplett zurückgezahlt, erlischt die Hypothek.
In diesem Zusammenhang spielen die
Hypothekenzinsen eine wichtige Rolle. Diese Zinsen fallen an,
wenn ein Hypothekendarlehen bei der Bank aufgenommen wird. Je
niedriger die Hypothekenzinsen sind umso besser sind die Konditionen
für den Darlehensnehmer. Verschiedene Faktoren nehmen Einflüsse auf
den Zinssatz nehmen. Eine große Rolle bei der Zinsbestimmung spielt
z. B. die Inflation. Bei einer gut wachsender Wirtschaft steigt die
Nachfrage von Waren und Dienstleistungen und dies hat Auswirkungen
auf die Preise. Dann steigen die Preise der Wohnkosten und Waren an
und natürlich damit auch die Hypothekenzinsen an. Wichtig ist die
Höhe des Darlehens und die Laufzeit.
Hinzu gerechnet werden müssen auch die Bauzinsen. Diese werden
für Immobiliendarlehn verrechnet und sind der Ertrag, den die
Kreditinstitute für die Geldleihe bekommen. Bauzinsen sind in ihrer
Höhe sehr unterschiedlich. Wer die so genannten Fixzinsen
vereinbart, hat keine steigenden Zinsen zu befürchten, kann aber
auch nicht, wie bei der jetzigen
Zinsentwicklung, von stark fallenden Zinsen profitieren. Eine
Immobilienfinanzierung sollte gut überlegt werden. Hilfreich ist
hier der Baufinanzierungsrechner (online per Internet).
Grundschuldeintragung
Heute werden Baukredite fast ausschließlich über die so genannten
Grundschuldeintragungen im Grundbuch abgesichert. Fälschlicherweise
spricht man hier immer noch von einer Hypothek. Der Grund hierfür
ist die einfachere und auch kostengünstigere Handhabung: Sollte eine
Umfinanzierung nötig sein, muss der Kreditnehmer keine Löschung und
Neueintragung im Grundbuch mehr beantragen. Es reicht eine
Abtretungserklärung, die anschließend vom Notar beglaubigt und ins
Grundbuch eingetragen werden muss.
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